Podcast Schweizer/Gartenstraße

Schweizer/Gartenstraße

Sachsenhausen

Schweizer/Gartenstraße Apfelwein

Sachsenhausen verdankt seinen Namen der Ansiedlung sächsischer Familien durch Karl den Großen. Dieser Stadtteil war ursprünglich ein Fischerdorf vor Frankfurt und ist heute ein beliebtes Wohngebiet mit vielen sanierten Altbauten.

Hier steht in der Schellgasse 8 auch das älteste, erhaltene Haus Frankfurts aus dem Jahr 1291.

Im Frankfurter Dialekt nennt man Sachsenhausen auch „Dribb de Bach“, also „drüben vom Bach“, auf der anderen Mainseite. „Hibb de Bach“ heißt „hüben vom Bach“, womit die nördliche Seite des Mains gemeint ist.

Brautradition

Früher gab es hier über 100 Brauereien. Das Bier wurde in ausgedehnten Kellergewölben in dem sogenannten Sachsenhäuser Berg kühl gelagert.  Ein markantes Bauwerk ist der Henninger Turm, ein ehemaliges Brauereisilo zur Aufnahme von 12.000 Tonnen Braugerste.

Apfelweintradition

Sachsenhausen ist heute als Ebbelwei-Viertel bekannt. Ebbelwei, so nennt der Frankfurter seinen Apfelwein. Hier hat natürlich auch der Name des Ebbelwei-Expreß seinen Ursprung.

In den urigen Sachsenhäuser Apfelwein-Kneipen gibt es den inzwischen weltbekannten Frankfurter Apfelwein. Der Apfelwein ist ein säuerlicher, äußerst bekömmlicher Wein aus heimischen Äpfeln. Gereicht wird das gute „Stöffche“, wie die Frankfurter es auch nennen, in einem rautenbedeckten, griffigen Glas, dem sogenannten „Gerippte“. Die Rippen sollten früher helfen das Glas besser in der Hand zu halten. Man hat, insbesondere bei der Feldarbeit, ohne Messer und Gabel gegessen und „glatte Gläser“ wären dann schneller durch die fettigen Finger geglitten.

Ausgeschenkt wird aus dem klassischen Steingutkrug, dem „Bembel“. Hierzu genießt man üblicherweise den original „Handkäs mit Musik“ oder ein herzhaftes „Rippche mit Kraut“. Lassen Sie sich die Frankfurter Küche schmecken – und bei einem guten „Schoppen“ kann man lange verweilen. Einkehren lohnt...